ASB-Lauf setzt Zeichen für Toleranz und Zuwanderung

Emin da Silva erreichte nach 7 Tagen heute Dresden

Nach 500 Kilometern in sieben Tagen hat heute der ASB- Mitar­beiter und begeis­terte Extrem­sportler Emin da Silva um 15 Uhr sein Ziel am Glocken­pavillon in Dresden (unweit des Japa­nischen Palais) erreicht. Mit dem Lauf von Bremen nach Dresden werben Emin da Silva und der Arbeiter -Samariter -Bund für Weltof­fenheit, Toleranz und Zuwan­derung.

Den Läufer empfing eine begeis­terte ASB -Delegation in der säch­sischen Landes­hauptstadt. Emin da Silva (42) kam mit 18 Jahren als kurdischer Flücht­ling aus der Türkei nach Deutsch­land. Heute arbeitet er als Jugend­betreuer in einem Bremer ASB -Wohn­heim für unbeglei­tete minder­jährige Flücht­linge. Bereits im letzten Jahr absol­vierte er einen 6-tägi­gen Lauf vom Bremer Markt­platz zum Berliner Schloss Bellevue, wo er Bundes­präsident Joachim Gauck traf und für Spenden zur Unter­stützung junger Flücht­linge und Zuwanderer warb.

Emin da Silva hat am 25. April 2015 nach 500 Kilometern Dresden erreicht und wird von einer begeisterten ASB-Delegation empfangen. Mit dem Lauf werben der ASB-Mitarbeiter und der ASB für Weltoffenheit, Toleranz und Zuwanderung.    (Foto:  ASB)

Diesmal lief da Silva in sieben Tagen von Bremen nach Dresden, um erneut für Spenden für die deutsch­land­weite Flücht­lings­arbeit des ASB zu werben. Seinen „ASB -Lauf für ein buntes Deutsch­land, Weltof­fenheit, Zuwan­derung und Toleranz“ startete er am 18. April vor dem Bremer Rathaus. In seiner Rede erklärte der Bremer die Moti­vation für seinen Lauf: „Der Sport hat mir wäh­rend meines zehn­jäh­rigen Asyl­ver­fahrens den nötigen Halt gegeben. Heute will ich mit Sport zum Dialog zwischen Menschen unter­schied­licher Nationen und Kulturen beitra­gen. Ich laufe nicht gegen irgend­etwas sondern für Mitmensch­lichkeit, Toleranz und eine bunte Gesellschaft.“

Auf seinem Weg über Walsrode, Celle, Braunschweig, Halberstadt, Könnern, Leipzig und Döbeln hatte Emin da Silva bei den ört­lichen ASB -Verbän­den Station gemacht und gemein­sam mit den ASB -Mitar­beitern auf die Nöte und Probleme vor allem von unbeglei­teten, minder­jährigen Flücht­lingen aufmerk­sam gemacht. Mit den Spenden­geldern aus da Silvas Bremer ASB -Spenden­aktion sollen für Flücht­linge Kultur­angebote, Ausflüge, Überset­zungen von Formularen in die Mutter­sprachen oder in drin­genden Fällen auch Rechts­anwalts­kosten finan­ziert werden.

ASB-Bundesvorstandsmitglied Krimhild Niestädt, der Ehren­präsident des ASB Bremen Lothar Remme sowie der Vorsit­zende des ASB Sachsen Dr. med Matthias Czech dankten gemein­sam vor dem Glocken­pavillon Emin da Silva für seinen großen sport­lichen Einsatz und sein soziales Enga­gement. „Der ASB hätte keinen besseren Botschaf­ter für ein buntes und tole­rantes Deutsch­land als Emin da Silva finden können. Er selbst ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Inte­gration und macht Zuwan­derern und Deutschen gleicher­maßen Mut: den einen, ihre Ziele in Deutsch­land zu verfol­gen; den anderen, Migration als eine Berei­cherung anzusehen“, erklärte Krimhild Niestädt. Der ASB ist bundes­weit seit 30 Jahren in der Flücht­lings­hilfe aktiv, seit der Wende auch in Sachsen. So betreibt etwa der ASB Zwickau mehrere dezen­trale Gemein­schafts­unter­künfte für Asyl­bewerber und sorgt für die Betreu­ung durch Sozialarbeiter.

Quelle:   veröffentlich vom Medien-Kontor und ASB Arbeiter-Samariter-Bund Sachsen
am 28. April 2015

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