Emin und Joey Kelly

Kürz­lich tra­fen Emin da Silva und Joey Kelly erneut aufein­ander. Nicht im Sport. Selbst­re­dend nicht in einem Gesangs­duell. Son­dern bei der dies­jäh­rigen Öffent­lich­keits­ver­an­stal­tung der ISU in Stuhr. „Keine Angst. ich werde nicht sin­gen“, beruhi­gte Joey Kelly augen­zwin­kernd die rund 350 Besucher.      (Fotos: Eike Nienaber)

Hallo Emin. Seit einigen Jah­ren triffst Du im­mer wieder auf Joey Kelly aus der Kelly Family. Ist das Zufall?“

‹ Das weiß ich nicht. Es ver­wun­­dert mich zu­min­­­dest nicht, bedenkt man, dass uns bei­de die Leiden­­schaft zum Extrem­­sport verbindet. ›

„Joey Kelly und Du, unter wel­chen Umstän­den habt ihr Euch ken­nen­gelernt? Was waren Eure Themen?“ 

Ich hatte Joey tele­­fo­­nisch kon­tak­­tiert. Fragte ihn, ob er mich beim Start zu mei­nem Lebens -Lauf beglei­­ten würde. Wir verein­­bar­ten ein Tref­­fen bei sei­­nem näch­sten Kon­zert. Per­sön­­lich haben wir uns dann in Olden­burg bei einem der Konzerte der Kelly Familie ken­­nen­­gelernt. Das war im Jahr 2012. Viel früher, also 1974 startete die Kelly Family mit Stra­ßen­­musik, damals als Kelly Kids. Ich war ein Jahr alt und lebte in der Türkei. Auch als Jugend­­licher kannte ich die Kelly Family nicht. Als ich nach Deutsch­­land kam besuchte ich das ein oder andere Konzert in Bremen. Erst nach­­dem Joey Kelly als Extrem­­sport­ler bekannt wurde, beka­men wir Kontakt. ›

„Was hat dich an Joey am meisten fasziniert?“

Sein Wille und seine Ausdauer. Und dass er so viele Dinge bewältigt, immer wieder an seine Grenzen geht und nicht aufgibt. ›

„Hat sich deine Einstellung zu seiner Person verändert?“ 

‹ Nein, nach wie vor sehe ich ihn als Vorbild. Er ist immer gut drauf und strahlt Ruhe aus. ›

 

„Welches seiner Projekte findest Du am interessantesten?“ 

‹ Trotz extrem vieler Termine und Projekte absol­vier­te Joey in nur einem Jahr erfolg­reich 8 Ironman – das bedeu­tet jeweils 3,8 km Schwim­men + 180 km Rad­fahren + 42 km Laufen. Das faszi­niert mich sehr. ›

„Welche Gemeinsamkeiten siehst Du bei Euch beiden?“ 

‹ Egal in welcher Lebens­si­tua­tion wir waren, wir hat­ten im­mer wie­der den Antrieb und den Glauben daran, dass es sich lohnt dem eige­nen Weg zu folgen. Hinder­nisse hin­dern und entmu­tigen uns nicht. Wir folgen unse­rem Weg und erken­nen Alter­na­tiven, auch dort, wo viele andere schei­tern. Auf­zu­geben ist keine Alternative. ›

„Gibt es Parallelen in Euren Lebensläufen?“

‹ Ja, durchaus. Wir setzen uns Ziele, lassen uns nicht abhal­ten und gehen weit – über unsere Grenzen hinaus. ›

„Wo sind die Unterschiede?“

‹ Eigentlich gibt es in unse­ren beiden Leben viele Ähn­lich­kei­ten. Wir sind beide 44 Jahre jung. Als Kinder sind wir beide mit vielen Geschwis­tern auf­ge­wach­sen. Umwege waren wohl immer ein Teil unse­rer Lebens­wege. Jeder musste sehr hart kämp­fen. Unser Erfolg ist kein Zufall, son­dern das Produkt von Aus­dauer und Willens­stärke. Es gibt keine erfolg­reichen Menschen, die noch nie gestürzt wären. Wieder aufzu­stehen ist ihr Erfolg. ›

„Gibt es tatsächlich keine Unterschiede?“

‹ Doch. Joey hat volles und langes Haar. .. Er hat drei tolle Kinder. .. und .. Ihr möchtet mich nicht unter der Dusche singen hören. ›

„Kennst Du Joey’s Lebens­motto?“ 

No Limits. ›

 

„Wie lautet Deines?“ 

Wenn Du den Wald nicht ret­ten kannst, versuche es mit einem Baum. Macht das jeder, so retten wir den Wald. Und mein liebster Satz:  Das Glück kannst Du nicht kau­fen, aber zu deinem Glück kannst Du laufen. Ich glaube, dass das Glück etwas sta­tisches ist. Bedenkt man, dass das Glück selten zu uns kommt, sollte man sogar unbedingt darauf zulaufen. Also .. zu deinem Glück kannst Du laufen.

Emin, vielen Dank. Alles Gute.“

 

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