Emin da Silva läuft

Emin da Silva läuft für ein buntes Deutschland

Braunschweig. Weltoffenheit, Zuwande­rung und Toleranz – der Extrem­sportler und Bremer ASB-Mitar­beiter Emin da Silva läuft für ein buntes Deutsch­land. Auf seiner knapp 500 km langen Route durch Deutsch­land machte er am Montag, 20. April Halt in Braun­schweig. Er been­dete dort die 3. Etappe seines sieben­tägigen Laufs von Bremen nach Dresden. Vor dem Altstadt­rathaus wurde er von Aykut Günderen, Vorsit­zender des Ausschus­ses für Inte­gra­tions­fragen der Stadt Braun­schweig und Joachim Uebermuth, Geschäfts­führer des ASB Braun­schweig, in Empfang genommen.

Emin da Silva (42) ist Jugend­betreuer in einem Bremer Flücht­lings­wohnheim für minder­jährige unbeglei­tete Flücht­linge und begeis­terter Extrem­sportler. Im letz­ten Jahr absol­vierte er einen sechs­tägigen Lauf vom Bremer Markt­platz zum Schloss Bellevue, um die Einla­dung des Bundew­präsi­denten Joachim Gauck mit einem Spenden­lauf für junge Flücht­linge zu verbin­den. In zahl­reichen Projek­ten betreut der ASB Flücht­linge, berät sie und fördert Integra­tion. Emin da Silva möchte mit Lauf -Aktionen dieser Art wachr­ütteln und Bürger­innen und Bürger für dieses Thema sensi­bili­sieren, erklärt er.

Empfang vor dem Altstadtrathaus (v.r.):   Joachim Uebermuth, Aykut Günderen, Emin da Silva, ASB-Begleitteam.     (Foto:  ASB/Bergmann)

Sein Strahlen war groß, als er um Punkt 16 Uhr, bei schönem Sonnen­schein am Altstadt­rathaus einlief, nur wenige Sekun­den nach seinem Begleit­team im Rettungs­wagen. Stolz und Freude konnte man deut­lich in seinem Gesicht erkennen. Emin da Silva hatte die 3. Etappe mit 52,8 km Weg­strecke hinter sich gebracht.

Aykut Günderen, Vorsit­zender des Ausschus­ses für Inte­gra­tions­fragen und Joachim Uebermuth, Geschäfts­führer des ASB Braun­wchweig, applau­dierten und jubel­ten Emin zu. Wieder bei Atem, stellte sich der Extrem­sportler unter anderem der Frage, warum er die 500 km lange Strecke auf sich nimmt. Häufig laufe er gegen den Schmerz, gegen ein Zwicken oder gegen die noch nicht vollstän­dig ausku­rierte Erkäl­tung – das alles zähle für ihn nicht. Mit diesem Lauf möchte er eine Botschaft in die Welt tragen und zum Nachden­ken anregen.

Aykut Günderen war sicht­lich beein­druckt von der Leistung und dem Ehrgeiz. Als Andenken überreich­te Aykut Günderen Emin da Silva ein Buch der Stadt Braun­schweig und versprach, sich mit den nächsten Etappen zu beschäf­tigen. Joachim Uebermuth überreich­te da Silva zudem einen Scheck in Höhe von 140 Euro (10 Euro für jeden gelaufenen Kilometer durch Braun­schweig). Spenden­gelder kommen den vom ASB betreuten Kindern und Jugend­lichen zugute.

60 Kilometer – Tagesetappe nach Halberstadt

Heute startete Emin da Silva vom Altstadt­rathaus zur nächsten Etappe nach Halber­stadt. Mit über 60 Kilo­metern gehört sie zu einer der längsten auf der Route nach Dresden. Begleitet wurde er vom ASB -Geschäfts­führer Joachim Uebermuth. „Mir war es ein persön­liches Anliegen, Emin zu begleiten. Ursprüng­lich hatte ich circa elf Kilo­meter geplant, aus denen bis nach Denkte etwa 21 Kilo­meter wurden; dank einer tollen Lauf­atmos­phäre ein spontaner Halb­mara­thon“, erklärt Joachim Ueber­­muth. „Wir haben großen Respekt vor Emins Leis­tung und wollten ihm das auch zeigen“, so Ueber­muth weiter. In Denkte fiel die Verab­­schiedung freund­­schaft­lich aus. Nach kurzer Stärkung setzte Emin da Silva seinen Lauf Rich­tung Halber­stadt fort.

Quelle:   Artikel auf regionalBraunschweig.de veröffentlicht am 21. April 2015

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